Einsteiger Guide - Wasn nu & Scheibengewicht -




Dem Einsteiger ein Händchen reichen:
 
So nun haben wir mal die 4 Werte ein bisschen hinterleuchtet. Manch einer von euch kann jetzt schon ein bisschen mehr damit anfangen. Einsteiger werden aber noch immer Schwierigkeiten haben, die richtige Scheibe zu finden.
 
Für diejenigen unter Euch, die jetzt noch immer nicht wissen welche Scheibe sie wählen sollen, gebe ich hier mal noch eine zusätzliche Info an die Hand, mit der sie starten können. Wenn ihr dann letztendlich wisst, wie sie fliegen, können wir anhand der Werte und der Ergebnisse weitere Scheiben bestimmen.
 
Ich definiere hier mal einen neuen Wert namens TF-Wert. Dieser Wert ist die Summe aus Turn und Fade. Also ein Turn mit -2 plus einen Fade mit 2 ergibt 0. Hier ist es wichtig, dass die Vorzeichen beim Turn beachtet werden.
 
Putting Putter: Beim Putting Putter sind die Werte eher zweitranig. Hier sollte man wissen, ob man weiche Scheiben mit viel Grip oder harte Putter mit einer besseren Stabilität nutzen möchte. Der TF-Wert sollte jedoch nicht mehr als +1 ergeben.
 
Driving Putter: Wenn man mit dem Putter mal richtig kontrolliert durchziehen möchte, sollte man einen TF-Wert von +2 wählen. Bei langgezogenen Anhyzern (Linkskurven) sollte der TF bei -1 bis 0 liegen.
 
Midrange: Im Prinzip verhält es sich hier wie bei den Driving Puttern. Durch den höheren Speed-Wert kann man auch mehr Geschwindigkeit in die Scheibe bringen, ohne das sie direkt nach rechts ausbricht. Bei Damen und Kindern würde ich aber sehr auf das Scheibengewicht achten (maximal 160g) und einen TF von maximal -2 wählen.
 
Fairway Driver: Als Einsteiger sollte man mit Drivern keine Kunststückchen machen. Deswegen sollte ein anfängerfreundlicher FD einen TF von -2 bis maximal 0 haben.
 
 
Scheibengewicht:

Auch ein nettes Thema ist das Scheibengewicht. Immerhin entscheidet das Gewicht darüber, welche Kennwerte die Scheibe haben sollte. Wirft ein durchtrainierter Mann oder eine zierliche Dame mit der Scheibe? Aber auch die Einsatzgebiete entscheiden über das gewählte Scheibengewicht.
Lange galt: „Wer leichte Scheiben wirft, kann nix“. Zum Glück sind diese Zeiten, zumindest in den meisten Köpfen, vorbei. Viele auch sehr gute Spieler haben die leichten Scheiben für sich entdeckt, schließlich ergeben sich darauf jede Menge Vorteile. Sicherlich haben leichte Scheiben auch Nachteile, aber wenn wir sie kennen, müssen wir sie nicht fürchten.
 
Welchen Effekt haben nun schwere Scheiben (höhere Trägheitsmasse):
  • weniger windanfällig
  • sie lassen sich weniger durch Blätter und Äste von Ihrer Bahn ablenken
  • sie können weiter fliegen, wenn die Technik und die Körperkraft es zulassen
  • sie halten bei Bergabwürfen besser die Linie
 
Wann sollte man eine leichtere Scheibe wählen:
  • wenn man weniger kräftig ist: darunter fallen insbesondere die Mehrzahl der Damen und Kinder
  • wenn man noch weiter werfen möchte
  • bei Bergaufwürfen: mit leichten Scheiben kommt man einfacher den Berg rauf
  • wenn man vor hat, den ganzen Tag zu spielen, ohne das einem der Arm am Abend abfällt
 
Letztendlich muss jeder selbst wissen, welches Gewicht für ihn das beste ist. Man sollte sich aber auf keinen Fall dafür schämen, auch mal eine leichte Scheibe zu werfen. Viele Spieler kommen mit leichten Drivern wirklich deutlich besser klar.
 
Was muss ich beachten, wenn ich auf leichtere Scheiben umsteige?
 
Es ist kein Geheimnis mehr, dass man mit gleicher Kraft eine höhere Arm- und Scheibengeschwindigkeit erreicht, wenn man das Gewicht, welches man beschleunigen möchte, herabsetzt. Mehr Geschwindigkeit hat aber einen großen Einfluss auf die Flugweise der Scheibe. Wer den gesamten Artikel bis hierhin gelesen hat, der weiß auch schon welche. Für diejenigen die erst beim Scheibengewicht eingestiegen sind, oder es bis hierhin wieder vergessen haben, hier nochmal eine Zusammenfassung.
 
Wenn das Gewicht fällt und die Geschwindigkeit steigt:
  • erhöht sich der Lift, der die Scheibe daran hindert, auf den Boden zu fallen
  • erhöht sich der Turn-Over. Die Scheibe geht eher in den Anhyzer und wird somit unterstabil. Wir müssen also eine Scheibe mit weniger Turn wählen.
  • der Fade wird minimiert: da der High-Speed-Turn sich verlängert und der Low-Speed-Fade später zu Tragen kommt. Wenn das Senken des Turns nicht ausreicht, müssen wir mit dem Fade hoch gehen.
  • sie wird windanfälliger, da der Wind leichteres Spiel bei weniger Masse hat.